Pressemitteilung – Dienstag, den 8. Januar 2013

banneridiomas2.jpg Am 27. Oktober 2012 haben sich 37 DozentInnen auf einem ersten bundesweiten Treffen in Berlin versammelt, um endlich eine Veränderung der Situation der Lehrbeauftragten, die an deutschen Hochschulen Fremdsprachen lehren, herbeizuführen. Sie haben als ersten Schritt dazu die Bundeskonferenz der Sprachlehrbeauftragten an deutschen Hochschulen (BKSL) ins Leben gerufen. Unterstützt wurde diese Initiative vom DGB sowie von den Gewerkschaften GEW und ver.di.

Die BKSL will auf Bundes- und Landesebene sowie vor Ort in den Hochschulen für die Interessen und die Rechte der Sprachlehrbeauftragten eintreten. Zentral geht es um die Beendigung der gängigen Praxis, Lehraufträge für Daueraufgaben zu vergeben. Die eigentliche Funktion der Lehraufträge, zeitweise externe Fachleute an die Hochschulen zu bringen, um das Lehrangebot zu ergänzen, wird an nahezu jeder Hochschule unterlaufen. Denn die Sprachlehrbeauftragten erledigen Daueraufgaben, viele von ihnen seit Jahrzehnten und decken damit in der Regel mindestens 50% des Lehrbedarfes der Spracheinrichtungen ab.

Linda Guzzetti, Mitglied der Koordinationsgruppe der BKSL:

Ohne Lehrbeauftragte würde der Lehrbetrieb an den Sprachenzentren zusammenbrechen. Obwohl wir die gleichen Aufgaben wie fest angestellte Lehrkräfte haben, bekommen wir als Lehrbeauftragte keinen Arbeitsvertrag und lediglich eine Aufwandsentschädigung. Die Kosten für unsere Kranken- und Rentenversicherung müssen wir allein tragen, was bei den geringen Stundensätzen nur schwer möglich ist.“

Die BKSL tritt dafür ein, dass die Spracheinrichtungen der Hochschulen finanziell und personell so ausgestattet werden, dass alle Lehrkräfte angemessen und würdig bezahlt werden können.

Dort, wo Daueraufgaben ausgeübt werden, sollen Stellen eingerichtet werden. Die Bezahlung für ergänzende Lehraufträge soll in Anlehnung an den Tarif des öffentlichen Dienstes erfolgen. Die BKSL fordert darüber hinaus, dass die Lehrbeauftragten in den Gremien der Hochschulen vertreten sein können.

Linda Guzzetti:

„Eine Verbesserung der Situation der Lehrbeauftragten wird sich auch positiv auf die Qualität der Sprachlehre in den Hochschulen auswirken. Das jetzige Zweiklassensystem von Lehrenden ist für alle nachteilig und muss überwunden werden.“

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2 Kommentare

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2 Antworten zu “Pressemitteilung – Dienstag, den 8. Januar 2013

  1. Hallo, Linda, Ich würde gerne diesen Blog abonieren. Schaltet bitte die entsprechende Funktion frei. Oder habe ich sie übersehen?

    • Hallo, in meinem Browser steht Rechts unten eine Schaltfläche wo es „+follow“ steht. Damit kann man den Blog abonnieren.
      Ausserdem steht es Rechts im Blog unter Meta den Knopf: Artikel-Feed (RSS)
      Damit kann man es auch abonnieren.

      Beste Grüsse
      M

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