Beschäftigung an philosophischen Instituten

dgphil-logoIn der Newsletter Nr. 24 der Deutschen Gesellschaft für Philosophie geht es um die Beschäftigungsbedingungen an philosophischen Instituten für die Privatdozent*innen, für die außerplanmäßigen Professorinnen und Professoren sowie für die Lehrbeauftragten: http://dgphil.de/aktuelles/lesen/datum/2014/07/25/newsletter-nr-24-ist-erschienen/

Besonders lesenswert finde ich  „Jenseits von Lohn und Respekt: PrivatdozentInnen und außerplanmäßige ProfessorInnen“ von apl. Prof. Dr. Helmut Pape (Seite 8). Zwar geht es im Artikel hauptsächlich um Privatdozent*innen, aber die Probleme des „Lehrprekariats“ – wie es der Autor benennt – betreffen auch uns Sprachlehrbeauftragte. Helmut Pape kritisiert die Einstellung derjenigen, die das „Lehrprekariat“ als ein ein Problem des
Verhaltens oder der Kompetenz der Betroffenen deuten. Diese unterstellen, dass „eben alle stellungslosen Habilitierten es nicht geschafft hätten, weil sie fachlich nicht gut genug seien“.

Der Autor dachte, durch seinen Artikel vom März 2010 in der Zeit  „Uni-Sklaven vereinigt Euch“  gezeigt zu haben, dass es beim Lehrprekariat um einen Mangel in der universitären Personalstruktur geht, der wissenschaftspolitisch angegangen werden muss. Dass diese Lage für die Betroffenen persönlich dramatische Konsequenzen hat, die Aufmerksamkeit verdienen, sollte als Beleg dienen. Doch der Artikel hat keine wissenschaftspolitische Auseinandersetzung in Gang
bringen können.“

Ich glaube hingegen, dass der Artikel „Uni-Sklaven vereinigt Euch“ – zusammen mit vielen anderen Texten und Überlegungen der letzten Jahre – dazu beigetragen haben, dass die Politik jetzt eine wissenschaftspolitische Auseinandersetzung um das Lehrprekariat nicht mehr umgehen kann.

Die Deutsche Gesellschaft für Philosophie initiiert zudem eine Umfrage unter den Beschäftigten an philosophischen Instituten, um Situation und Verbesserungsbedarfe auszuloten: https://ww2.unipark.de/uc/
Befragungscenter/dgphil/

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