An der FU-Berlin: Antrag zur Stärkung der Lehrbeauftragten

rostlaubeIn der Sitzung des Akademischen Senats an der FU Berlin am 2.7.14  nahm der von der GEW-Mittelbauinitiative eingereichte Antrag zur „Qualitätssicherung der Lehre von Lehrbeauftragten“ großen Raum ein. In dem Antrag geht es darum, die Situation von Lehrbeauftragten zu thematisieren und ihren Status in Bezug auf Anerkennung, Bezahlung und Integration zu verbessern. Auch an der FU haben die Lehrbeauftragten  mittlerweile in der Sprachausbildung sowie in weiteren Bereichen Daueraufgaben in der Lehre. Genaue Zahlen wurden dem Akademischen Senat auf unsere Anfrage zuletzt im Juli 2011 vorgelegt. Danach übernahmen Lehrbeauftragte 12,3% der Lehrstunden an der gesamten Freien Universität. An den drei Fachbereichen GeschKult, ErzPsych, PhilGeist und PolSoz betrug der Anteil zwischen 13,7% und 25,2%, am Sprachenzentrum sogar 40%. Der Kanzler berichtete, dass auch in den letzten Jahren der Gesamtanteil zwischen 8% und 10% schwankte. Der Umfang der Lehraufträge deutet aber bereits an, was in der Praxis offensichtlich ist: Ein signifikanter Anteil der Lehrbeauftragten kommt nicht aus sozialversicherten regulären Arbeitsverhältnissen und ist auf die Vergütung angewiesen. Insbesondere am Sprachenzentrum leben die Lehrbeauftragten von regelmäßigen Lehraufträgen verschiedener Hochschulen. Der Antrag sah nun vor, die Rolle von Lehrbeauftragten zu würdigen, die Vergütung angemessen zu gestalten (insbesondere sollten Prüfungsleistungen und etwa Sprechstundenangebote zusätzlich berücksichtigt werden) und ihnen den Besuch von Weiterbildungen zu ermöglichen. In der Diskussion unter den AS-Mitgliedern zeigte sich viel Sympathie und direkte Unterstützung aus allen Statusgruppen und dem Präsidium für die Anliegen. Dabei ging es auch um eine generelle Wertschätzung der Arbeit von Lehrbeauftragten an der Universität. Hingewiesen wurde auch darauf, dass eine Pauschalisierung kaum möglich ist, weil die Situation zum einen für verschiedene Lehrbeauftragte sowie für die verschiedenen Fachbereiche unterschiedlich ist. Der Antrag wurde (formal als Meinungsbild) fast einstimmig unterstützt. Nun kommt es darauf an, die Forderungen umzusetzen.

Advertisements

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Arbeitsbedingungen, Erfolge, Uncategorized

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s