„Gute Beschäftigungsbedingungen für das Hochschulpersonal“ in NRW

220px-Wappen_nrw.svgAm 3. Juni 2015  ist der Rahmenkodex „Gute Beschäftigungsbedingungen für das Hochschulpersonal“ in Nordrhein-Westfalen in Kraft getreten.  Das ist ein Ergebnis der langen Verhandlungen zwischen dem Wissenschaftsministerium, den Hochschulen und den Landespersonalrätekonferenzen. Die Vereinbarung eines entsprechenden Rahmenkodex sieht das im Oktober 2014 in Kraft getretene Hochschulzukunftsgesetzes vor.

Der Rahmencodex betrifft alle Beschäftigten an den Hochschulen. Auf Seite 4 sind Mindeststandards für die Erteilung von Lehraufträgen vorgesehen. Für uns ist besonders wichtig, dass die verpflichtende Sprachenausbildung künftig in der Regel durch hauptamtliche Lehrpersonen zu erbringen ist.

Hier ist der Wortlaut des Paragraphs 5  des Rahmencodex:

(1) Lehraufträge können für einen durch hauptberufliche Lehrkräfte nicht gedeckten Lehrbedarf erteilt werden. Lehrbeauftragte können grundsätzlich nicht mit Aufgaben des hauptberuflichen Personals, die nach Maßgabe des Personalplanungskonzepts nach Artikel 7 Absatz 3 dauerhaft wahrgenommen werden, betraut werden.

(2) Die Hochschule wirkt darauf hin, dass die in Ordnungen der Hochschule verpflichtend vorgesehene Sprachenausbildung insbesondere in den Standardsprachen (Englisch, Französisch, Spanisch) in der Regel durch hauptamtliche Lehrpersonen und nicht überwiegend durch Lehrbeauftragte getragen wird. Dies kann nur erfolgen, soweit die finanziellen Rahmenbedingungen es ermöglichen.

(3) Leitlinien für die Erteilung von Lehraufträgen sind:

a) Bei der Vergütung von Lehraufträgen wird die mit dem Lehrauftrag gegebenenfalls verbundene Prüfungstätigkeit entsprechend berücksichtigt.

b) Ein Lehrauftrag soll pro Person in der Regel 8 Semesterwochenstunden nicht überschreiten.

c) Lehraufträge können über einen Zeitraum von mehreren Semester erteilt werden.

d) Die Hochschule gewährt den Lehrbeauftragten Zugang zu ihren hochschuldidaktischen Fortbildungen; die Hochschule trägt in Ansehung ihrer finanziellen Rahmenbedingungen die Kosten dieser Fortbildung.

e) Die Hochschule bietet den Lehrbeauftragten die Möglichkeit, auf eigene Kosten in einer privaten Gruppenunfallversicherung Versicherungsschutz zu erlangen.

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