Keine prekäre Arbeit und tariffreie Bereiche im Verantwortungsbereich des Landes Berlin

Versammlung_PrekärAm 5.11.15 haben sich circa 150 Kolleg*innen bei ver.di Berlin-Brandenburg getroffen, um nach einem Jahr eine Bilanz  der Initiative „Keine prekäre Arbeit und tariffreie Bereiche im Verantwortungsbereich des Landes Berlin“ zu ziehen.

Ein Bericht von Rüdiger (stell. Sprecher der BKSL)

An Tagen wie diesen – ein Stimmungsbericht von der Konferenz „Keine prekäre Arbeit und tariffreie Bereiche im Verantwortungsbereich des Landes Berlin“ am 5. November 2015

Ja, es gibt sie Momente, in denen man spürt, dass es Solidarität (noch) gibt, es vor allem Kolleg*innen gibt, die gegen skandalöse Beschäftigungsverhältnisse/Arbeitsbedingungen aufbegehren. Und die Bandbreite derer ist groß: von Kolleg*innen der Stadtreinigung, über die vom Botanischen Garten, dem Technik-Museum, den Kolleg*innen in der Charité und bei Vivantes, den VHS-Dozent*innen bis hin zu uns Lehrbeauftragten an den Hochschulen.
Der Verlauf der Konferenz (bestimmt über 150 Teilnehmer*innen) war nicht nur vom Gefühl der Solidarität geprägt, sondern vor allem von einer hohen Kampfbereitschaft. Ja, wir werden nur etwas ändern können, wenn wir dafür kämpfen: vor Ort in den Betrieben/Einrichtungen, in der Politik und auf der Straße. Und wir müssen dafür noch mehr Kolleg*innen gewinnen.
Im ersten Teil der Veranstaltung wurden die skandalösen Beschäftigungsverhältnisse/Arbeitsbedingungen und der Kampf um die Überwindung dieser Situation von den einzelnen Initiativen in kurzen, eindringlichen Wortbeiträgen und z.T. sogar in überaus gelungenen kleinen szenischen Darstellungen(!) vorgestellt und so das Prekäre auf den Punkt gebracht.
Auch die in unserem Bereich der Schulen/Hochschulen prekär Beschäftigten hatten den Gedanken der Solidarität aufgegriffen und gemeinsam ihre Situation, ihre bisherigen Aktionen vorgestellt. Für die BKSL und die AG Lehrbeauftragte hat Linda Guzzetti gesprochen. Und sie hat unsere Situation, unsere Forderungen sehr gut „rübergebracht“. Für ihre Aussage, dass reguläre sozialversicherungspflichtige Beschäftigung kein Privileg ist, sondern eigentlich die Normalität sein sollte, erhielt sie besonders lauten, zustimmenden Beifall der Anwesenden.
Im zweiten Teil der Veranstaltung richtete sich der Blick nach vorn: wie und wo werden wir in den kommenden Wochen und Monaten für die Überwindung der prekären Situation kämpfen.
Am Ende der Konferenz wurde eine gemeinsame Resolution verabschiedet. Hier möchte ich unbedingt erwähnen, dass alle Konferenzteilnehmer*innen davon überzeugt sind, dass wir prekär Beschäftigte, die Unterstützung der Gewerkschaften (ver.di und GEW) wollen und brauchen.
Anmerkung zum Schluss: Gemeinsam mit meinem Kollegen Alan habe ich bei einem Bier in einer Kreuzberger Kneipe das gerade Erlebte und großen Mut Machende „sacken“ lassen, und wir haben überlegt, wie das für Mitte November geplante Treffen der Sprachlehrbeauftragten unserer Hochschule, unsere nächste kleine Aktion, zu einem Erfolg werden könnte.

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