Novellierung der Richtlinie für die Lehraufträge an der FU-Berlin in Aussicht gestellt

rostlaubeIn der Sitzung des Akademischen Senats der FU-Berlin vom 13. Januar 2016 haben die Vertreterinnen des Mittelbaus dem Präsidium vorgeschlagen, die „Richtlinie über die Höhe der Lehrauftragsvergütung“ zu novellieren.

Dieser Vorschlag wurde als Besprechungspunkt (und nicht als Antrag) eingebracht, da das Sekretariat des Akad. Senats die Zuständigkeit des Akad. Senats für diese Frage angezweifelt hatte. Aus demselben Grund war auch 2014 der Antrag zur „Qualitaetssicherung der Lehre von Lehrbeauftragten an der Freien Universität Berlin“ nur als Besprechungspunkt zugelassen und entsprechend nur als „Meinungsbild“, nicht als „Beschluss“ verabschiedet worden.

Gegenüber dem aktuellen Vorstoß, die Vergütungsrichtlinie zu überarbeiten, zeigte sich das Präsidium offen. Das Präsidium sagte zu, eine Novellierung der FU-Richtlinie zu prüfen, stelle ein direktes Gespräch mit Vertreter*innen aus dem Mittelbau in Aussicht, – auch wenn in dieser Sache zugleich die alleinige Zuständigkeit des Präsidiums betont wurde. Desweiteren wurde als Möglichkeit angesprochen, das Thema von Seiten des Präsidiums aus auch auf Senatsebene anzugehen.

Im weiteren Gespräch deutete sich jedoch an, dass das Präsidium vor allem das Argument der Vertreterinnen des Mittelbaus akzeptiert, nach dem die Vergütung der Hochschulprüfungen (“Vor, Zwischen und Abschlussprüfungen”) keinen Bezug zur Realität mehr hat und dass die Modulabschlussprüfungen vergütet werden sollen. Hierzu sollen zunächst Prüfungsformen und -volumen in den verschiedenen Fachbereichen abgefragt werden, – der Prozess werde also dauern. Hingegen zeigte das Präsidium erst einmal wenig Bereitschaft, die Untergrenze der Honorare (21,40 €) zu erhöhen.

Auf die Argumentationslinie, dass die FU-weite Finanzierungsstrategie der Überbuchungen in den betroffenen Fachbereichen zu einem erhöhten Einsatz der „billigen“ und flexiblen Lehrkraft Lehrbeauftragter führe, antwortete der Präsident kategorisch: Die Fachbereiche bekämen zusätzliche Mittel, von denen diese Stellen schaffen würden, nicht Lehrbeauftragte einsetzen. – Dies gilt es in der realen Umsetzung zu überprüfen.

Die Diskussion im Akad. Senat war daher nur ein weiterer Schritt in einem Prozess, der noch lange andauern wird.

Zudem wurde dem Präsidium eine Anfrage eingereicht, Zahlen über die Anwendung der Lehraufträge und vor allem deren Vergütung (getrennt nach Fachbereichen /Zentralinstituten / Zentraleinrichtungen) mitzuteilen. Auf dieser Grundlage soll in Bezug auf die Erhöhung der Untergrenze weiter Druck gemacht werden.

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