Aktion der Honorarlehrkräfte am Weltlehrertag 2016

orsettoAuch dieses Jahr werden wir Honorardozent*innen in Berlin deutlich machen, dass wir nicht länger wie Lehrkräfte zweiter Klasse behandelt werden wollen. Eine Aktion wird am Mittwoch, 5. Oktober 2016, zum „Lehrertag“, um 14 – 15:30 Uhr am Brandenburger Tor statt finden mit anschließend Demozug vorbei am Bundestag bis zum Kanzleramt.

Honorarlehrkräfte auch aus anderen Bundesländern können sich unserem Aufruf anschliessen und zum „Lehrertag“ ähnliche Aktionen organisieren.

Wir haben gemeinsamen Ziele erarbeitet, die international vereinbarte Grundsätze zum Schutz von Lehrer*innen anschließen. Wir fordern die Erfüllung der UNESCO-Standards: http://www.ilo.org/wcmsp5/groups/public/—ed_dialogue/—sector/documents/normativeinstrument/wcms_162034.pdf

Diese sehen vor, dass alle Lehrer*innen die gleiche oder eine gleichwertige soziale Absicherung genießen, unabhängig von der Art von der Schulen bzw. der Kurse, in denen sie unterrichten.

Dies soll einschließen: die Absicherungen gegen Krankheit und Arbeitslosigkeit, Maßnahmen, die der Altersarmut entgegenwirken, sowie die Anwendung der Bestimmungen des gesetzlichen Mutterschutzes. Von diesen Schutzstandards sind Honorarlehrkräfte bislang ausgeschlossen, obwohl die Bedeutung der Bildungsarbeit als „zentraler Schlüssel für die Teilhabe in einer Gesellschaft“ immer wieder hervorgehoben wird.

Das muss sich ändern: Wir fordern entweder feste Anstellungen oder Vergütungen pro Unterrichtseinheit, die äquivalent zu denen der festangestellten Lehrkräfte sind.

Unsere Forderungen betreffen die Vergütung, die soziale Absicherung und die Arbeitnehmerrechte, und sie richten sich an mehrere Adressat*innen:

  • die auftraggebenden Einrichtungen,

  • den Berliner Senat sowie

  • den Bundestag und die Bundesregierung.

Auch dieses Jahr wollen wir zeigen, dass wir uns mit der jetzigen Situation nicht abfinden wollen, sondern dass es noch zahlreiche Gründe gibt, für unsere Anliegen öffentlich zu streiten.

Bei den Koalitionsverhandlungen für den Berliner Senat wollen wir unsere Forderungen einbringen.

Auf Bundesebene verlangen wir eine neue Regelung über die Beitragsberechnung zur Kranken- und Rentenversicherung sowie ein Gesetz über ein Mindesthonorar für Lehrtätigkeiten. All diese Maßnahmen sollen Honorarlehrkräfte in Deutschland vor Ausbeutung und Prekariat schützen.

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