„Dresdner Erklärung“ der Bundeskonferenz der Lehrbeauftragten an Musikhochschulen

logo_bklmDie Bundeskonferenz der Lehrbeauftragten an Musikhochschulen verabschiedete auf ihrer Tagung am 22. und 23. Oktober 2016 in Dresden eine wichtige Erklärung, in der sie fordert, dass Mechanismen geschaffen werden, die eine soziale Sicherung aller Lehrbeauftragten an den Musikhochschulen ermöglicht:  Eine zügige Anpassung der Lehrauftragshonorare an die Bezüge vergleichbarer Festangestellter einschließlich einer fortwährenden Dynamisie rung wie im öffentlichen Dienst.
Hier ist die Presseerklärung der DOV (Deutsche Orchestervereinigung) dazu.

bklm verabschiedete auf ihrer Tagung am 22. u nd 23. Oktober 2016 in Dresden folgende Erklärung: Ohne Lehrbeauftragte würde der Lehrbetrieb an den Musikhochschulen kollabieren. 40 – 60 % des Unterrichts wird dort von Lehrbeauftragten erteilt. Die Gesellschaft ist auf diese Dienste angewiesen und nimmt sie dankbar in Anspruch. Anders als bei festangestellten Dozenten wurde die Vergütung der Lehraufträge in den vergangenen Jahrzehnten nur teilweise an die allgemeine Lohnentwicklung angeglichen. Deshalb erhalten Lehrbeauftragte heute für ihre Arbeit nur ca. 22 – 44 % dessen, was vergleichbare festangestellte Dozentinnen und Dozenten verdienen.

Von der geringen Vergütung ka nn sich niemand adäquat sozial absichern. Gerade denjenigen Lehrbeauftragten, die ihre Tätigkeit bereits über Jahrzehnte als Haupterwerb ausüben, droht daher Altersarmut. Auch bei einer sofortigen deutlichen Erhöhung der Bezüge könnten diese Lehrbeauftragten nicht mehr ausreichend Rentenanwartschaften aufbauen. Die Gesellschaft profitiert seit langem von der Tätigkeit dieser Lehrbeauftragten und ist daher in der Pflicht, ihrer sozialen Verantwortung gerecht zu werden.

Die bklm fordert daher, dass Mechanismen geschaffen werden, die eine soziale Sicherung aller Lehrbeauftragten an den Musikhochschulen ermöglicht:

  • Eine zügige Anpassung der Lehrauftrags h onorare an die Bezüge vergleichbarer Festangestellter einschließlich einer fortwährenden Dynamisie rung wie im öffentlichen Dienst. Nur durch Lohngerechtigkeit können gerade junge Lehrbeauftragte entsprechende Anwartschaften aufbauen.
  • Eine soziale Sicherung der langjährigen Lehr beauftragten durch: – Übernahm e dieser bewährte n Kräfte in feste (Teilzeit – ) Arbeitsverhältnisse .
  • Hierbei ist die langjährige Lehrauftragstätigkeit als Qualifikations – bzw. Bewährungskriterium anzuerkennen .
  • Zusätzliche Beitragszahlungen der Hochschulen zur Rentenversicherung oder zu einer betrieblichen Altersvorsorge.
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