Am 13. November werden die Lehrbeauftragten in Bayern streiken

Am 13. November 2017 werden die Lehrbeauftragten an den bayerischen Musikhochschulen (München, Würzburg und Nürnberg) um 10.00 Uhr in der Aula des Hauptgebäudes (Arcisstraße, München) sich versammeln und Richtung Landtag aufbrechen, um dort zu demonstrieren. (Treffpunkt Landtag: 11.00)

Sie werden folgende Forderungen an die Politik stellen: angemessene Honorierung – auch für Prüfungsaufgaben; eine würdige Alterssicherung für die langgedienten, lebenslang unterfinanzierten  Lehrbeauftragten (ca.30 Jahre ohne Honorarerhöhung!); Sicherheit und eine für den Lebensunterhalt genügende Wochenstundenzahl, um nicht in Existenznot zu geraten; Partner der Hochschule auf Augenhöhe; vollwertiges und partnerschaftliches Mitgestaltungsrecht in allen Gremien der Hochschule; genug Honorarprofessorentitel  für Lehrbeauftragte;
Freiheit, parallel an mehreren Hochschulen im Lehrauftrag unterrichten zu können; Honorarfortzahlung im Krankheitsfallunabhängige Schiedstelle für Konfliktfragen.

Dazu: http://www.sueddeutsche.de/muenchen/prekaere-beschaeftigung-musikhochschulen-lehrbeauftragte-wollen-streiken-1.3706296

Hintergrund: Der Freistaat Bayern verlangt zum WS 17/18 von den Musikehrbeauftragten,  mit einer Unterschrift ihre Lehrauftragstätigkeit innerhalb Bayerns offenzulegen: Sie müssen erklären, ob sie noch an weiteren Hochschulen tätig sind. Ziel ist zu vermeiden, dass sie die maximale  Stundenzahl (9 SWS in ganzem Bayern) überschreiten. Es gehe darum, „die Nebenberuflichkeit der Lehraufträge zu gewährleisten“, teilt das Wissenschaftsministerium mit. Sollten die Lehrbeauftragten diese Erklärung nicht abgeben, könne der Lehrauftrag nicht verlängert werden. An den Bayerischen Musikschulen und Universitäten sehen nun viele Lehrbeauftrage ihre Existenzgrundlage gefährdet, wenn es sich heraustellt, dass sie von den Lehraufträgen wirtschaftlich abhängig sind.

Wie ein BLKM-Sprecher an das Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst schreibt: „Der Staat und das Land Bayern nimmt die Dienste der Lehrbeauftragten nun seit Jahrzehnten gerne in Anspruch, offensichtlich auch unter langjähriger Tolerierung einer Überstundenzahl und Verstoßes gegen die eigenen Vorschriften. Er hat davon profitiert, ebenso wie von der Honorarentwertung und der Ausweitung der Lehraufträge. Daraus ist den Verantwortlichen, den Ministerien und Hochschulen eine Verantwortung gegenüber den Lehrbeauftragen erwachsen.“ http://www.bklm.org/hochschulen/bayern/bayern-allgemein/342-bayern-bklm-an-staatsminister-spaenle-und-orh-praesident-hillenbrand.html

 

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3 Kommentare

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3 Antworten zu “Am 13. November werden die Lehrbeauftragten in Bayern streiken

  1. Maria A.

    Gibt es auch irgendeine Intiative von den Lehrbeauftragten am Sprachenzentrum bzw. wäre es möglich eine gemeinsame Aktion?

  2. Pingback: Solidarität mit den Musik-Lehrbeauftragten in Bayern | Bundeskonferenz der Sprachlehrbeauftragten

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