Weiterbildung in Österreich

Auf Einladung der Fachgruppe Erwachsenenbildung bei der GEW Berlin fand am 3.7.2018 ein interessantes Gespräch über die Weiterbildung in Österreich statt. Die Referentin, Birgit Aschemann, arbeitet u.a. im Auftrag des BMBF (Bundesministeriums Bildung und Forschung) und der österreichischen Weiterbildungsakademie, die auch nationale Zertifizierungsstelle ist. Sie hat dargestellt, wie in Österreich wie in Deutschland die Erwachsenenbildner*innen zwar das professionelle Rückgrat der Weiterbildung sind, aber sozial gesehen stehen sie meist selbst nur auf mehreren tönernen Füssen. Aber der Blick nach Österreich hat auch einen Unterschied gezeigt: Honorarlehrkräfte arbeiten in Österreich im Rahmen eines kollektiven Tarifvertrags. Dies bedeutet, dass die österreichischen Dozent*innen heute mehr Arbeitssicherheit haben als vor 2012, u.a. haben sie Anspruch auf das Arbeitslosengeld.

Im Bereich der Integrationskursen hat es  in Österreich neulich Kürzungen gegeben, die aber andere Bereiche nicht betroffen haben. Die Referentin hat betont, dass ein klares Berufsbild bei den Erwachsenenbildner*innen immer noch fehlt und dass die Fluktuation der Dozent*innen hoch ist.

Im Hinblick auf das geplante Weiterbildungsgesetz in Deutschland hat dieses Treffen dazu beigetragen, das Thema eines kollektiven Tarifvertrags wieder ins Gespräch zu bringen. Mehr hier und hier.

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