Förderung statt Zwang in Integrationskursen

Die Berliner Gruppe „Freie Dozent*innen“ hat am 18.12.2018 (Internationale Tag der Migranten*innen) einen offenen Brief ans BAMF geschickt. Der Brief wird von vielen Gruppen und Einzelpersonen unterstützt. Er wird an eine Reihe weiterer öffentlicher Stellen geschickt. Die Kritik der Dozent*innen richtet sich gegen das BAMF-Traegerrundschreiben vom 08.08.2018.Mit diesem Schreiben wurde die Meldepflicht für die Kursträger weiter verschärft, d.h. die Pflicht, dem Jobcenter oder der Ausländerbehörde die zum Integrationskurs verpflichteten Teilnehmer*innen zu melden, wenn sie mehr als 20% der Unterrichtsstunden in einem Kursabschnitt oder ab drei Tagen am Stück – entschuldigt oder unentschuldigt – fehlen.  Den Teilnehmer*innen, zumeist Geflüchtete und Arbeitsmigrant*innen, drohen Sanktionen. Darüber hinaus wurde die freie Wahl des Bildungsträgers sowie der Wechsel zu einem anderen Träger für die Teilnehmer*innen eingeschränkt.
Diese Zwangsmaßnahmen halten die Dozent*innen für kontraproduktiv, weil sie eine Verschlechterung der Lebenssituation der Teilnehmer*innen und des Lernklimas in den Kursen bedeuten. Sie fordern deren Rücknahme.
Siehe auch: https://www.neues-deutschland.de/artikel/1108336.integration-von-gefluechteten-deutschlehrer-gegen-repressives-kursklima-fuer-fluechtlinge.html

 

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