Aktion „Frist ist Frust“ am 2.5.2019

Copyright: Kay Herschelmann

Am Vortag der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz  des Bundes und der Ländern (GWK) wurde unter dem Motto „Heraus auch zum 2. Mai – damit der Hochschulpakt ein Entfristungspakt wird!“ demonstriert. Denn dauerhafte Mittel aus den neuen Pakten bedeuten aus Sicht des Bündnisses zwischen „Netzwerk guter Arbeit in der Wissenschaft“, ver.di und GEW, dass Dauerstellen jetzt konkret möglich sind. Während eines Kamingesprächs der Verantwortlichen hat das Bündnis mit rund hundert wütenden und lauten Teilnehmenden demonstriert, weil es außerhalb ihres Kaminzimmers bereits lange sehr unbequem ist. Eindrucksvoll war die Menschen- und Vertragskette aus unseren Kettenverträgen und die Verlesung von ausgewählten Kommentaren zur Petition. Mehr dazu hier, hier und hier.

  • Der #frististfrust-Aufruf zum #Entfristungspakt2019 ist jetzt auch ins Englische übersetzt verfügbar – also informiert gern eure internationalen Kolleg*innen.
  • Die Liste der Unterstützerinnen der Kampagne wächst immer weiter, neu mit dabei u.a. der Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands e.V. (VHD).
  • die Petition läuft weiter – schon über 15.000 haben unterschrieben und fast 3000 spannende und wütende Kommentare hinterlassen.

Am 3. Mai hat die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz von Bund und Ländern (GWK) den Hochschulpakt (jetzt: Zukunftsvertrag Studium und Lehre stärken) und den Qualitätspakt (jetzt: Innovation in der Hochschullehre) auf unbefristete Zeit verlängert. Über den Zukunftsvertrag fließen ab 2021 jährlich 3,8 Mrd. Euro an die Hochschulen, die ab 2024 auf 4,1 Mrd. erhöht werden. Die bisher jährlich 200 Mio. Euro für den Qualitätspakt wurden auf 150 Mio. gekürzt. Die jährliche dreiprozentige Erhöhung des Pakts für Forschung und Innovation wird bis 2030 fortgesetzt, wodurch auch der DFG-Etat und die damit einhergehende Befristung durch Projektförderung vermehrt werden.

Die Kampagne von „Netzwerk guter Arbeit in der Wissenschaft“, ver.di und GEW ist schon teilweise erfolgreich: Der Zukunftsvertrag enthält das (leider noch unkonkrete) Ziel, mehr unbefristete Beschäftigung zu schaffen. Hier muss aber weiter gekämpft, um die Länder von ambitionierten Zielen zu überzeugen.

Ein bundesweites Treffen des Netzwerks guter Arbeit in der Wissenschaft fand am 2. & 3. Mai 2019 in Berlin statt. Das Hauptthema war Entfristung. Neben viel Erfahrungsaustausch und Vernetzung der bundesweiten und lokalen Initiativen wurde in zwei Workshops (Problematik der Befristung und Auswege aus diesem Schlamassel) diskutiert.  Im ersten Workshop wurde geplant, bei der 2020 anstehenden offiziellen Evaluation des WissZeitVG eine Gegenevaluation vorzubereiten. Im zweiten Workshop wurde über eine alternative Personalstrukturmodelle diskutiert. Siehe hier.

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