Kundgebung der Integrationsdozent*innen am 20. Juni 2019

Foto von Paul Walsch

Die Gruppe Freie Dozent*innen Berlin ruft alle Kolleg*innen, Kursträger und deren Mitarbeiter*innen sowie Migrant*innen- und Geflüchtetenorganisationen auf, sich an der Kundgebung am 20. Juni 2019 um 14 Uhr vor dem Bundesministerium des Inneren (Alt-Moabit 140, 10557 Berlin, in der Nähe vom Hauptbahnhof) zu beteiligen. Hier ist der Aufruf für die Lehrkräfte.

Die „Freie Dozent*innen Berlin“ hat sich im Dezember 2018 mit einer scharfen Kritik der Integrationskurse am BAMF (Bundesamt für Migration und Flüchtlingen) gewandt; hier ist der Brief zu lesen.

Am 20.6., d.h. am Weltflüchtlingstag, wird vor dem Innenministerium demonstriert. Nicht nur Dozent*innen-, sondern auch Migrant*innen- und Geflüchtetenorganisationen beteiligen sind und der Dachaufruf ist in mehreren Sprachen zu lesen. Mehr dazu.

Das Interesse an der deutschen Sprache als Schlüssel zur gesellschaftlichen und beruflichen Teilhabe bleibt weiterhin hoch. So bemühen sich über 20.000 DaF/DaZ-Dozent*innen im Auftrag des Innenministeriums / BAMF um eine hochqualitative, teilnehmerorientierte Sprachvermittlung. Das BAMF legt den Dozent*innen jedoch immer wieder Steine in den Weg. Die derzeitige intransparente Organisation der Kurse und die verschärften Regelungen verlangsamen den Lernprozess, sind unnötig bürokratisch, verunsichernd und berücksichtigen die Lebensrealität der Teilnehmer*innen nicht.

Das Ignorieren der täglichen Erfahrungswerte der Dozent*innen, die häufige Überforderung der Teilnehmer*innen als auch die Überlastung der Kursträger durch ein starres Verwaltungssystem sind an der Tagesordnung. Ineffektive, die Arbeit belastende und am Ziel vorbeigehende Kontrollen werden weiter verschärft.

Die Dozent*innen kritisieren ein repressives Kursklima, generelle Verdächtigungen und ein absurd bürokratisches Prozedere bei der Organisation und Durchführung der Kurse. Sie sind für Freude am Lernen und Unterrichten, für Selbststimmung und für die Chance auf eine realistische Lebensperspektive der Teilnehmer*innen. Daher fordern sie:

! eine transparente, am Menschen orientierte Verwaltung der Integrationskurse.

! Integrationskurse, die den spezifischen Lern- und Lebenssituationen der Teilnehmer*innen realistisch Rechnung tragen.

! die Berücksichtigung unserer Lehrerfahrungen im Bildungsangebot.

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