Schlagwort-Archive: Gerichtsurteil

Hohes Honorar als Hinweis auf eine echte Selbstständigkeit

Ein Urteil des Bundessozialgerichts (BSG) vom 31. März 2017, der einen Heilpädagoge betrifft, kann auch für uns Honorarlehrkräfte interessant sein. In diesem Gerichtsverfahren ging es darum, ob diese Person richtig oder scheinselbständig war. Dabei wurde die Höhe des Honorars als ein wichtiges Kriterium einbezogen, im Sinne dass ein Honorar, welches höher liegt als die Löhne der Angestellten mit vergleichbaren Aufgaben, als Hinweis auf eine echte Selbstständigkeit betrachtet wurde. Wir wissen nicht, ob die Gerichte auch den umgekehrten Fall berücksichtigen werden, d.h. dass ein Honorar, welches niedriger liegt als die Löhne der Angestellten mit vergleichbaren Aufgaben, auf eine Scheinselbstständigkeit hinweist.

§ 7 SGB IV definiert nicht-selbstständige Arbeit wie folgt: „Anhaltspunkte für eine Beschäftigung sind eine Tätigkeit nach Weisungen und eine Eingliederung in die Arbeitsorganisation des Weisungsgebers.“ Die Höhe des Honorars ist hier nicht erwähnt. Daher ist die Entscheidung des Bundessozialgerichts, ein von diesen unabhängiges Kriterium einzuführen, ein wegweisender Schritt.

Quelle: https://www.vgsd.de/bundessozialgericht-fuehrt-honorarhoehe-als-wichtiges-kriterium-fuer-selbststaendigkeit-ein/ Weiterlesen

Advertisements

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Erfolge, Honorar